Die Bodrogkeresztúr-Kultur

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Letzte Änderung: Mai 2007

Die mittelkupferzeitliche (alle Angaben im ungarischen Chronologiesystem) Bodrogkeresztúr-Kultur bekam ihren Namen 1927 von J. Hillebrand, nach dem von L. Bella von 1920 bis 1922 erforschten Gräberfeld von Bodrogkeresztúr, Borsod-Abaúj-Zemplén Megye, im Zuge der Veröffentlichung weiterer Grabfunde. Besonders verdient um die Erforschung der Kultur machte sich bis in heutige Zeit Pál Patay, der auch die erste zusammenfassende Abhandlung über die Kultur verfasste (Patay 1974). Die wichtigste Publikation stellt jedoch aus heutiger Sicht die Monographie von S. A. Luca dar (Luca 1999).

Verbreitung

Trotz zahlreicher Neufunde hat sich an dem von Patay 1974 (Patay 1974, Beilage 1) umrissenen Kernverbreitungsgebiet nichts wesentliches geändert. Besiedelt ist das ganze Alföld, wobei die meisten Fundorte an der Theiß und am Ostrand der Tiefebene liegen. Ganz schwach besiedelt ist das Donau-Theiß-Zwischenstromgebiet. Die Grenze im Nordosten bilden die Flüsse Theiß und Someş. Einzelne Funde finden sich weit ab vom Kerngebiet sowohl in Südpolen als auch in Siebenbürgen, dort in erster Linie an der Mureş (für Rumänien siehe vor allem Luca 1999). Die Südgrenze ist umstritten, die Kultur ist jedoch mindestens bis in den serbischen Banat verbreitet. Bei den Funden aus dem Belgrader Raum handelt es sich jedoch eher um Importe (Horváth 2004, 68).

Eine Sonderrolle nimmt das Gebiet um Budapest ein. Es wurde zwar von Patay dem Verbreitungsgebiet der Kultur zugeordnet, jedoch argumentierten einige Forscher – vor allem N. Kalicz, J. Pavúk, J. Bátora und Zs. M. Virág – überzeugend gegen diese Zuweisung. Die der Bodrogkeresztúr-Kultur zwar sehr ähnlichen mittelkupferzeitlichen Funde dieses Gebietes sind mit großer Sicherheit der Ludanice-Gruppe zugehörig, deren Verbreitungsgebiet sogar bis ins Bükk-Gebirge reichen soll (Virág 1995, 89), beziehungsweise in alle höhergelegenen Regionen Nordungarns, die von den Kulturen des Theißgebietes nicht erreicht werden (Pávuk/Bátora 1995, 132).

Totenritual

Die Gräberfelder der Kultur stellen mit großem Abstand die wichtigste Quellengattung dar. An dieser Stelle ist erneut Pál Patay zu nennen, der für die Grabung und Veröffentlichung der meisten Fundorte verantwortlich zeichnet und dafür gesorgt hat, dass die Bodrogkeresztúr-Kultur zu den am besten erforschten kupferzeitlichen Kulturen des Donaugebietes zählt. An der Richtigkeit seiner Zusammenfassung des Totenrituals (Patay 1974, 36-41) hat sich bis heute praktisch nichts verändert, so dass seine Arbeit, ergänzt durch neuere Forschungen (v.a. Nevizánsky 1984 und Luca 1999), die Grundlage dieser Ausführungen darstellt. Die bedeutendsten – veröffentlichten – Gräberfelder sind Polgár – “Basatanya” (Bognár-Kutzián 1963) und Tiszavalk – “Kenderföld” (Patay 1978). Alle von Patay 1974 katalogisierten Fundorte und einige Neufunde finden sich mit der zugehörigen Literatur im Grabkatalog.

Man kann heute von einer Gesamtzahl von etwa 800 Bestattungen ausgehen (Horváth 2004, 71), die alle in Reihen oder Gruppen auf Gräberfeldern auf leichten Anhöhen oder sanften Hängen niedergelegt wurden. Die Bestattungen unterliegen einem ungewöhnlich strengen Ritus. Von drei Brandgräbern (Jászladány, Gr. 29, Fényeslitke, Gr. 4, und Novajidrány) und zwei Symbolgräbern (Kunszentmárton-Istvánháza, Gr. 6 und Szihalom – “Sóhajtó”) abgesehen, handelt es sich ausschließlich um Körpergräber. Die Toten wurden, getrennt nach ihrem Geschlecht, in meist stark angewinkelter Hockerlage auf die linke Seite (Frauen) oder rechte Seite (Männer) gelegt, was sowohl archäologisch als auch anthropologisch mit den üblichen kleinen Abweichungen erkannt wurde. Fast immer liegen sie mit dem Kopf nach Osten, nur im Norden des Verbreitungsgebietes finden sich häufiger W-O-orientierte Bestattungen, die zudem meist in einem eigenen Gräberfeldbereich liegen (z.B. Jászberény – “Borsóhalma”; Polgár – “Basatanya”; Tiszavalk – “Kenderföld”). Selten sind Doppel- oder Mehrfachbestattungen, bei denen in zu geringer Zahl zu viele Kombinationen aus Geschlecht und Alter gefunden wurden, um ein Niederlegungsmuster nachweisen zu können. Das Gleiche gilt für die ebenso seltenen Teilbestattungen, bei denen dem Schädel aber eine gewisse Bedeutung zuzukommen scheint (Schädelgrube aus Szihalom – „Sóhajtó). Im Übrigen bildete das Fehlen großer Gräberfelder im Budapester Raum eines der Argumente bei der Abtrennung der dortigen Funde (Virág 1995, 67).

Ein Zusammenhang zwischen der Größe der meist rechteckigen Grabgruben mit dem Alter und der Stellung des Toten ist zumindest tendenziell nachgewiesen. Klar nachgewiesen sind deutliche Unterschiede in der Beigabensitte, vor allem zwischen Frauen und Männern, auch wenn sich der Beigabenkanon der beiden Geschlechter gegenüber der Frühkupferzeit aufzulockern scheint, und „reiche“ Frauengräber zunehmen (Nevizánsky 1984, 291 f.). Nur Männern wurden Waffen (Pfeilspitzen, Äxte, Beile) beigegeben, während Frauen mehr Schmuck und Gefäße, aber weniger Geräte mit ins Grab bekamen. Auch bei der Auswahl der Typen zeigen sich Unterschiede, so erscheinen beispielsweise Eberhaueramulette nur bei Männern, den Frauen lassen sich wiederum einige Gefäßtypen exklusiv zuweisen. Als weitere typische Beigaben sind Kiesel (nicht einheimischer Art) und Schweinekiefer zu nennen. Unabhängig von den Schweinekiefern, deren Mitgabe eher in den religiösen Bereich zu fallen scheint, erhielten die Toten regelmäßig Fleisch mit ins Grab, wovon die vielen Haustierknochen zeugen, und auch die Gefäßmitgabe ist wohl dahingehend zu interpretieren. Die Gefäße standen mit Ausnahme der großen Exemplare aufrecht, und meist war von einem Gefäßtyp nicht mehr als ein Vertreter im Grab. Die Gefäße lassen sich, wie die meisten anderen Beigaben auch, weitestgehend bestimmten Plätzen im Grab zuordnen, wo sie regelmäßig niedergelegt wurden. Durch die Lage von Geräten an der Hüfte und der zahlreichen Schmuckstücke kann man davon ausgehen, dass die Toten bekleidet ins Grab gelegt wurden. Auch fanden sich häufig Scherben in der Füllerde der Grabgrube.

Die Trennung der Geschlechter lässt sich im Totenritual klar verfolgen. Kindergräber sind hingegen, sieht man von den durchweg kleineren Gefäßen ab, meist genauso ausgestattet wie die Erwachsenengräber, was auf ein hierarchisches System schließen lässt. Bei wirklich herausragenden Bestattungen handelt es sich anscheinend immer um Männer, gekennzeichnet durch Machtabzeichen, Waffen und, in seltenen Fällen, einer großen Grabgrube auf einem besonderen Platz des Gräberfeldes, wobei hier als bestes Beispiel das Zentralgrab von Tiszavalk – “Kenderföld” anzuführen ist. Die Anordnung der Gräber auf der Nekropole scheint – wie schon in der Tiszapolgár-Kultur – generell der gesellschaftlichen Struktur zu unterliegen (Nevizánsky 1984, 306 f.). Ob man aufgrunddessen von einer echten Stratifizierung der Gesellschaft sprechen kann, sei dahingestellt.

Anthropologische Untersuchungen belegen für die Bodrogkeresztúr-Kultur einerseits die Verwurzelung in der lokalen bis ins Neolithikum zurückreichenden Bevölkerung, andererseits aber die Dominanz einer neuen mediterranen Komponente, welche sich deutlich von den östlichen cro-magnoiden Typen der Tiszapolgár-Kultur unterscheidet (Zoffmann 2001, 53).

Das Totenritual der Kultur lässt sich trotz kleinerer Änderungen wie der strengeren Hockerlage gut aus der vorangehenden Tiszapolgár-Kultur ableiten, da sich nicht nur die Hauptkennzeichen, sondern auch kleine Details in deren Totenritual wiederfinden lassen. Für die nachfolgende Lažňany-Hunyadihalom-Kultur sind bislang nur wenige sichere Gräber von insgesamt sechs Fundorten bekannt, von denen nur einer im Kerngebiet liegt (Tiszalúc – “Sarkad” (Patay/Szathmári 2001)), was über die Kontinuität im Totenritual schon Aussage genug ist. In Serbien sind die Gräber von Vajska zugehörig, deren chronologische Stellung allerdings neuerdings angezweifelt wird (Horváth 2004). In der Slowakei und der Karpatoukraine existieren vier Gräberfelder, die durch einen deutlichen Anstieg der Brandbestattungssitte gekennzeichnet sind (Šiška 1972).

Siedlungswesen

Das Siedlungswesen (Patay 1974, 31; Luca 1999, 76 f.) ist, verglichen mit dem Totenritual, nur mäßig erforscht. Der Grund dafür liegt in der Weiterführung des Tiszapolgár-Siedlungswesens, welches durch die Aufgabe der neolithischen Tellsiedlungen und den Wechsel hin zu einfachen Siedlungen gekennzeichnet ist. Letztere sind archäologisch meist nur durch Gruben nachgewiesen und liegen fast immer in direkter Gewässernähe. Wegen der fehlenden Hausgrundrisse werden die Träger der Kultur als mobile Viehzüchtergemeinschaften angesprochen (Virág/Bondár 2003, 128). In jüngster Zeit sind Siedlungsspuren zum Beispiel in Mezőzombor ans Tageslicht gekommen (R. Patay 2002).

Durch die geringe Zahl der Siedlungen sind auch die Kenntnisse des Wirtschaftswesens bescheiden. Die Tierknochen zeugen aber von einer deutlichen Zunahme der Vieh-, vor allem der Rinderzucht. Der Anteil der Jagdtierknochen liegt bei ca. 30%. Eigene Metallurgie ist nicht nachgewiesen, wird jedoch wegen der hohen Zahl der Metallgegenstände, der in der Nähe liegenden Erzlagerstätten, dem typischen Formengut und bereits vorhandener lokaler Metallurgie in der vorhergehenden Tiszapolgár-Kultur allgemein angenommen. N. Kalicz, der die Kultur zu seinem Kupferhorizont 3 rechnet, sieht gar eine Verlagerung des Produktionsschwerpunktes ins Karpatenbecken (Kalicz 1992, 13).

In verschiedenen Regionen konnte ein massiver Rückgang der Fundpunkte gegenüber der Tiszapolgár-Kultur verzeichnet werden (Pávuk/Bátora 1995, 128 f.), was angesichts der doch deutlich höheren Zahl von Bestattungen aber wohl nicht mit einem Bevölkerungsrückgang erklärt werden kann. Für das Ende der Kultur ist bezeichnend, dass im Alföld alle Bodrogkeresztúr-Siedlungen zugunsten neuer Siedlungsplätze der Hunyadihalom-Kultur verschwinden (Horváth 2004, 73).

Fundgut

Das wichtigste Fundgut stellt die Keramik dar, und sie wurde von Luca in 14 Typen gegliedert (Luca 1999, Taf. 2). Die Gefäße wirken trotz kleinerer lokaler Unterschiede sehr einheitlich und lassen sich durch ihren häufigsten Typ, den “Milchtopf”, meist recht eindeutig der Bodrogkeresztúr-Kultur zuordnen. Es handelt sich dabei um einen neuen Typ, der nicht in der Frühkupferzeit vorkommt. Das Gleiche gilt für die vierkantigen Becher (Patay 2002) und ebenso für die nun im ganzen Karpatenbecken erscheinenden Zweihenkelgefäße. Die meisten anderen Gefäßtypen, vor allem die Standfußgefäße, stehen klar in der Tradition der Tiszapolgár-Kultur, und insbesondere die Gefäße, die am Beginn der Bodrogkeresztúr einzuordnen sind, zeugen von der großen typologischen Ähnlichkeit (R. Patay 2002, 360). In der Herstellungstechnik ist durchschnittlich jedoch ein qualitativer Rückgang zu erkennen, wobei man zwischen Fein- und Grobkeramik trennen muss, was aber keineswegs gleichbedeutend mit Grab- und Siedlungskeramik ist. Zwischen diesen beiden Gruppen scheint es nämlich keine nennenswerten Unterschiede zu geben (ebd.; entgegengesetzt: Luca 1999, 77). Die Zahl der verzierten Gefäße nimmt im Vergleich zur Frühkupferzeit weiter ab (5-10%), Vielfalt und Qualität der Ornamente nehmen hingegen wieder zu (Patay 1989, 34). Typisch sind an die Theiß-Kultur erinnernde Netz- und Mäandermuster, sowie an die Cucuteni-Kultur erinnernde Spiralmuster, die meist die ganze Gefäßoberfläche bedecken, des weiteren die für die Die Tiszapolgár-Kultur-Kultur typischen Knubben (ebd.; Patay 1974, 19-29).

Die geringe Zahl der erforschten Siedlungen wirkt sich negativ auf den Kenntnisstand der Geräte (Patay 1974, 6-14; Luca 1999, 79) aus. Die Typen sind meist nur bekannt, wenn sie häufig in Gräbern vorkommen, was vor allem bei den großen Steingeräten, aber auch kleineren Utensilien wie Spinnwirteln selten der Fall ist. Geräte wurden aus Knochen, Geweih, Stein oder Kupfer hergestellt, und zu ihnen zählen vor allem Pfrieme, Haken, Nadeln und verschiedene Silexgeräte (Messer, Kratzer etc). Typisch sind lange Silexklingen, die die ohnehin schon große Länge der Exemplare der Tiszapolgár-Kultur noch überschreiten. Sie sind aus wolhynischem Silex hergestellt, während das minderwertigere einheimische Material nur zur Herstellung kleinerer Gegenstände genutzt wurde. Die hohe Bedeutung des importierten Feuersteins spiegelt sich auch in der Hortsitte (z.B. Hort von Kálló (Patay 1960)), sowie in der Beigabe von Nuklei in Gräbern wider (Csongrádiné Balogh 2000, 65).

Sehr gut bekannt sind die Waffen (Patay 1974, 6-14) der Kultur. Die Beile und Äxte wurden bereits mehrfach typologisch gegliedert, wobei sowohl bestimmte Beil- (Szakálhát) als auch Axttypen (kreuzschneidig: Jászladány; einschneidig: Székely-Nádudvar und Mezőkeresztes) als typisch für die Bodrogkeresztúr-Kultur erkannt wurden. Von genauso großer Wichtigkeit sind die Pfeilspitzen. Hier tauchen erstmals im Karpatenbecken dreieckige Exemplare auf, die in der Tiszapolgár-Kultur unbekannt sind (Csongrádiné Balogh 2000, 65). Sie werden als Einfluss der Tripolje-Kultur gewertet und verschwinden vor Beginn der Lažňany-Hunyadihalom-Kultur wieder. Auch sind sie meist aus Obsidian hergestellt, dessen Verwendung gegenüber der Frühkupferzeit deutlich zunimmt (Kaczanowska 1980, 55).

Häufigstes Schmuckstück (Patay 1974, 15-19) ist die Steinperle. Sie erscheint oft in mehreren hundert Exemplaren, in erster Linie in Frauengräbern. Nur in Männergräbern tauchen Eberhauer auf, ein Erbe des Neolithikums und der Frühkupferzeit. Das wichtigste metallene Schmuckstück der Kultur aber sind die scheiben- oder ringförmigen Anhänger. Sie lassen sich bis in die Frühkupferzeit zurückverfolgen und zeigen überregional eine große Einheitlichkeit mit Stücken vom Balkan oder aus der Ägäis. Sie sind meist aus Gold hergestellt, welches nun quantitativ das Kupfer als Rohmaterial für Schmuck übertrifft. Neben Anhängern wurden goldene Perlen, Knöpfe, Stäbchen, Ringe und Armbänder getragen. Darüber hinaus gibt es Spondylusperlen, an denen Kontakte zur Adria nachgewiesen werden können (Szabó 1997, 53).

Sieht man von Unikatfunden ab, sind als regelmäßiger auftretende Funde noch Farbklumpen, Ocker, Kiesel und Schweinekiefer zu erwähnen, wobei letztere über die Tiszapolgár-Kultur bis ins Neolithikum zurückzuverfolgen sind (Nevizánsky 1984, 270 ff.).

Künstlerische Darstellungen sind in der Früh- und Mittelkupferzeit des Karpatenbeckens generell sehr selten. Abgesehen von den zum Teil anthropomorph gedeuteten Goldanhängern sind als sichere plastische Darstellungen nur Gefäßapplikationen in Tiergestalt (Bären, Caniden, Paarhufer) zu nennen. Sie erscheinen immer in Frauengräbern (Patay 1989, 41). Sie verschwinden in der folgenden Lažňany-Hunyadihalom-Kultur zugunsten anthropomorpher Darstellungen (ebd., 42). Aus diesem Grund ist eine Datierung des einzigartigen Gefäßes aus Vadas (Rezi Kató 1998) in die Hunyadihalomperiode wahrscheinlicher als in die Bodrogkeresztúr-Kultur. In diese gehört jedoch das ebenfalls anthropomorph gedeutete Gefäß von Szihalom (Szábo 1997, 55 Abb. 45).

Das metallene Formengut der Kultur steht typologisch klar in der Tradition der Tiszapolgár-Kultur, wo sowohl die schweren Kupferäxte als auch die goldenen Anhänger schon bekannt sind (Patay/Szathmári 2001, 7). Am Übergang beider Kulturen steht der Metallhortfund von Hencida (ebd.). Durch die große typologische Ähnlichkeit der Metallartefakte mit Stücken vom Balkan kann man beide Kulturen als nordöstlichste Vertreter des südosteuropäischen Metallkreises ansehen (Virág 2003, 131). Es ist bemerkenswert, dass nach der an Metallfunden so reich ausgestatteten Bodrogkeresztúr-Kultur diese in der Zahl – bei typologischer Kontinuität (ebd., 9) – deutlich zurückgehen, und im Falle der Goldgegenstände fast gänzlich verschwinden. So gibt es in der folgenden Lažňany-Hunyadihalom-Kultur lediglich die goldenen Anhänger aus Vajska (Typ Traian-Vajska), und in der Badener Kultur existiert kein einziger Goldfund (Horváth 2004, 64).

Chronologie und Beziehungen

Die prinzipielle Einordnung der Kultur in die ungarische Mittel- (Hoch-) Kupferzeit (in Serbien und der Slowakei gehört die Kultur in die Frühkupferzeit, in Rumänien in das Spätäneolithikum bzw. in die “Übergangsperiode”), zwischen die frühkupferzeitliche Tiszapolgár-Kultur und die spätkupferzeitliche Badener Kultur wurde in der Forschung dank mehrerer stratigraphischer Befunde früh erkannt. Die wichtigste Horizontalstratigraphie zur Abtrennung von Tiszapolgár und Bodrogkeresztúr lieferte das Gräberfeld von Polgár – “Basatanya” (Bognár-Kutzián 1963), sowie einige Vertikalstratigraphien, in denen eine Bodrogkeresztúr-Schicht über einer Tiszapolgár-Schicht und unter einer Badener Schicht festgestellt wurde:

FO: Székely – “Zöldtelek” (Kalicz 1958, 3):

Tiszapolgár > Bodrogkeresztúr > Viss-Gruppe (Spät-Baden)

FO: Crna Bara (Tasić 1995, 22):

Herpály > Tiszapolgár > Bodrogkeresztúr

FO: Tiszalúc – “Sarkad” (Patay 1995, 98):

Bodrogkeresztúr > Hunyadihalom > Boleráz

Die Stratigraphie von Tiszalúc stellt zugleich einen Schlüsselfund in dem bis heute nicht vollständig geklärten chronologischen Verhältnis zur Lažňany-Hunyadihalom-Kultur dar. Obwohl die slowakische Forschung bereits in den Sechziger Jahren auf die zeitliche Abfolge von Bodrogkeresztúr und Hunyadihalom (in der Slowakei: Lažňany) hinwies und Herpály, Tiszapolgár, Bodrogkeresztúr und Lažňany-Hunyadihalom gar zu einer vierstufigen Polgár-Kultur zusammenfasste (Šiška 1972), postulierten die ungarischen Archäologen (vor allem Bognár-Kutzián und Patay) lange Zeit eine zumindest partielle Gleichzeitigkeit der beiden letztgenannten Kulturen. Diese konnte erst durch die neu ergrabenen Stratigraphien von Tiszavalk – “Tetes”, Tiszafüred – “Majoros” und eben Tiszalúc – “Sarkad” widerlegt werden.

Die Bodrogkeresztúr-Kultur folgt im Kerngebiet also auf die Tiszapolgár-Kultur und wird von der Lažňany-Hunyadihalom-Kultur abgelöst. Es war Pál Patay, der aufgrund einiger Gefäßmerkmale (vor allem des Erscheinens der Milchtöpfe wegen), anthropologischer Unterschiede (s.o.) und Änderungen im Totenritual (strengere Hockerlage, klar abgetrennte Gräberfeldbereiche) einen Bruch in der kontinuierlichen Entwicklung von Tiszapolgár zu Bodrogkeresztúr erkannte (ebd., 57-60), wie sie vor allem von Bognár-Kutzián und Šiška vertreten worden war. Sowohl in der Frage der Kontinuität von Tiszapolgár zu Bodrogkeresztúr als auch in der chronologischen Stellung von Lažňany-Hunyadihalom wurde aber bis heute keine Einigkeit erzielt. So vertritt beispielsweise N. Tasić in beiderlei Hinsicht die „alte“ Meinung (Tasić 1995, 20 f.).

Schon vor der vollständigen chronologischen Trennung von Bodrogkeresztúr und Lažňany-Hunyadihalom spielten Hunyadihalom-Elemente die Hauptrolle bei der inneren chronologischen Gliederung der Bodrogkeresztúr-Kultur in eine A- und B-Phase, die ebenfalls auf dem Gräberfeld von Polgár – “Basatanya” erkannt und horizontalstratigraphisch belegt wurde (Bognár-Kutzián 1963). Die jüngere Phase sei folglich gekennzeichnet durch Merkmale der Hunyadihalom-Keramik (vor allem Scheibenhenkel), sowie Furchenstichkeramik und einige weitere keramische Formmerkmale. Diese Gliederung ist eigentlich bis heute gültig, auch wenn der chronologische Wert einiger Merkmale und damit die ganze Gliederung wohl zu Recht immer mehr in Zweifel gezogen werden (Horváth 1994, 99 ff.). Zum Teil sind jedoch auch dreigliedrige Chronologiesysteme im Umlauf, deren erste Phase eine Übergangsphase von Tiszapolgár zu Bodrogkeresztúr darstellt. In Rumänien werden Bodrogkeresztúr, Sălcuţa und die Funde von Cheile Turzii, Herculane II-III und Pecica - “Şanţul Mare” neuerdings zu einem dreiphasigen BSCHP-Komplex zusammengefasst (Luca/Roman/Diaconescu 2004).

Eng verknüpft mit der Frage der Stellung zur Lažňany-Hunyadihalom ist nämlich zugleich das Verhältnis zur südlich angrenzenden Sălcuţa-Kultur. Alle drei Kulturen werden mit wechselnder Namensgebung zu einem wegen der Hinzufügung von Protoboleráz mittlerweile vierstufigen “Scheibenhenkelhorizont” zusammengefasst (Kalicz 2001, 405 f.; kritisch: Horváth 2004, 67), aufgrund einer regelmäßig auftauchenden typischen Gefäßhenkelbildung. Mit Hilfe dieses Merkmals wurden nicht nur die regionalen Kulturen zueinander in ein räumliches und zeitliches Verhältnis gestellt, sondern auch Kontakte mit den Kulturen der Ägäis postuliert und eine Synchronisation der kulturellen Entwicklung des Karpatenbeckens, der unteren Donau und der Ägäis versucht (stellvertretend: Raczky 1991).

Entscheidend für die interne Chronologie des Scheibenhenkelhorizontes und damit auch der Bodrogkeresztúr-Kultur sind einige in Rumänien ergrabene Stratigraphien, vor allem Băile Herculane – “Peştera Hoţilor” (Roman 1971) und Ostrovul Corbului (Roman/Dodd-Opitrescu 1989). Anhand dieser Stratigraphien konnte eine - verglichen mit Sălcuţa III - jüngere Stellung der Sălcuţa-IV- und Bodrogkeresztúr-Kulturen ebenso nachgewiesen werden wie eine innere Entwicklung der Sălcuţa-IV-Kultur, deren ältere Phase nun mit Bodrogkeresztúr und deren jüngere Phase mit Hunyadihalom synchronisiert wird (Roman 1995, 19 f.). Roman leitet die ganze Bodrogkeresztúr-Kultur (vor allem die Milchtöpfe und Zweihenkelgefäße) von Sălcuţa ab (Roman 1995, 18) und betont zudem die schon von Kalicz vermutete (Kalicz 1985, 32 f.) hohe Bedeutung von Cernavodă I, dessen untrennbare Verknüpfung - siehe zum Beispiel den Milchtopf in der Cernavodă-Ib-Schicht von Hârşova (Haşotti/Popovici 1992, 36) - mit Bodrogkeresztúr / Hunyadihalom und Sălcuţa IV die Grundlage für den Cernavodă-III-Boleráz-Horizont darstelle (Roman 1995, 19 f.). Auch Horváth sieht eine kontinuierliche Entwicklung von Hunyadihalom bis in die Spätkupferzeit. Ebenso teilt er wie Roman die Sălcuţa-IV-Kultur in zwei Phasen und synchronisiert diese mit Bodrogkeresztúr und Hunyadihalom, wobei er letzteres eigentlich mit Sălcuţa IV gleichsetzt und eine Ausbreitung der Sălcuţa-IV-Hunyadihalom-Kultur nach Norden annimmt, die das Ende der Bodrogkeresztúr bewirkt habe (Horváth 2004, 73 f.), analog zum Ende der Balaton-Lasinja-I-Kultur durch die Ausbreitung des mitteleuropäischen Furchenstichhorizontes (ebd., Anm. 124; Horváth 1994, 101). Letzterer wird von einigen Autoren jedoch sogar mit jüngerem Bodrogkeresztúr parallelisiert (Šiška 1972, 154). Šiška führt darüber hinaus weitreichende Vergleichsfunde für Bodrogkeresztúr und Lažňany an, vor allem auch aus den nördlich (Polen) und östlich (Ukraine) angrenzenden Regionen. Er bezeichnet Bodrogkeresztúr als den kulturell-wirtschaftlichen Höhepunkt des Polgár-Komplexes, dessen Ende durch die expansiven Unternehmungen nach Westen und Siebenbürgen und der damit verbundenen Schwächung hervorgerufen worden sei, was es fremden Einheiten möglich gemacht habe, ins Theißgebiet vorzustoßen, wobei eine dieser Einheiten die Lažňany-Gruppe sei (Šiška 1972, 159).

Unbestritten ist der Einfluss der Bodrogkeresztúr-Kultur auf die westlich benachbarte Ludanice-Gruppe (Lichardus/Vladár 2003, 198). Horváth stellt aufgrund des enormen Metallreichtums sogar eine Abhängigkeit einiger metallarmer östlich angrenzender Kulturen (Cucuteni, Sălcuţa) von Bodrogkeresztúr fest (Horváth 2004, 75). Im Westen sollen gar die Jordanow- und Gatersleben-Kulturen Impulse aus dem östlichen Karpatenbecken bekommen haben (Patay 1974, 50 ff.). Meist wurden diese Beziehungen aufgrund von – zum Teil vermeintlichen – Milchtopffunden oder typischen Metallformen außerhalb des Bodrogkeresztúr-Verbreitungsgebietes erkannt. Die Einflüsse der Bodrogkeresztúr-Kultur auf die Balaton-Lasinja-Kultur sind hingegen schwächer als lange Zeit angenommen (Kalicz 1991, 368 ff.), und die wenigen Gemeinsamkeiten im keramischen Formengut können durch die gemeinsamen Kontakte mit den Kulturen des Balkans erklärt werden.

Mit den Beziehungen zur Ägäis befasste sich in mehreren Beiträgen P. Raczky, immer auf Grundlage der Scheibenhenkel und von Gefäßen mit “red slip”. Er synchronisiert den Scheibenhenkelhorizont (nach ihm Bodrogkeresztúr B, Hunyadihalom, Sălcuţa IV) mit Kephala-Attika-Aigina und Rachmani, die dadurch allesamt jünger datieren als der Horizont mit den Kulturen Karanovo VI, Gumelniţa, Tiszapolgár und älterem Sălcuţa (Raczky 1991). Die lange angenommenen Beziehungen mit Troja II wurden unter anderem von N. Kalicz widerlegt (Kalicz 1985, 32).

Wie schon die Tiszapolgár-Kultur unterliegt auch die Bodrogkeresztúr-Kultur einem gewissen Einfluss pontischer Viehzüchter, deren Anwesenheit im Karpatenbecken in Form von Kurgangräbern mit Ockerstreuung (z.B. Decea Mureşului) zu verfolgen ist. Mit diesen scheint auch das Erscheinen der langen Silexklingen in Verbindung zu stehen (Tasić 1995, 23 f.), deren Rohmaterial zudem als wolhynisch bestimmt wurde. Leider sind durch die geringe Ausstattung dieser Hügelgräber eine genaue chronologische Positionierung und das Erforschen der Beziehungen nur sehr schwer möglich (Horváth 1994, 101).

Absolutchronologisch lässt sich die Kultur etwa zwischen 4000 und 3600/3500 v. Chr. einordnen (Kalicz 2002, 386).

Sowohl für die Entstehung als auch für das Ende der Kultur gibt es Thesen der kontinuierlichen und der diskontinuierlichen Entwicklung, die bis heute diskutiert werden. Man kann jedoch festhalten, dass die Bodrogkeresztúr-Kultur auf Basis der festen lokalen Grundlage der Tiszapolgár-Kultur entsteht. Die Unterschiede in der Hockerlage der Bestatteten und im Fundgut sind gegenüber den in allen Bereichen zu verfolgenden Kontinuitäten zu geringfügig, um einen Bruch in der Entwicklung zwischen den beiden Kulturen behaupten zu können, und die Verwurzelung ist m.E. so stark, dass man durchaus von zwei Stufen einer Kultur sprechen könnte.

Es lässt sich jedoch ebensowenig behaupten, dass sich Bodrogkeresztúr nicht durchaus von Tiszapolgár abhebt (z.B. Milchtöpfe, Zweihenkelgefäße, Pfeilspitzen, anthropologische Merkmale), was ohne äußere Einflüsse nicht möglich gewesen wäre. Die Herkunft dieser Einflüsse ist, Roman und Kalicz folgend, sicherlich in erster Linie im südlich angrenzenden Gebiet der älteren Sălcuţa-IV-Kultur, und damit im weitesten Sinne der Cernavodă-I-Kultur zu suchen.

Das Ende der Kultur ist geprägt durch eine deutliche Diskontinuität. Durch den Bruch im Totenritual, die Aufgabe der Siedlungen, das Auftauchen völlig neuer keramischer Merkmale (schwarze Bemalung), das gleichzeitige Verschwinden der alten Verzierung und den massiven Rückgang der Metallgegenstände kann, trotz gewisser typologischer Kontinuitäten (siehe dazu auch Patay 2002 und 2004), von einer kontinuierlichen Entwicklung von Bodrogkeresztúr zur Lažňany-Hunyadihalom-Kultur und damit einer „Polgár-Kultur“ keine Rede sein.

Wie und warum es zu diesem Wechsel kommt, ist fraglich. Folgt man Šiškas These der Destabilisierung einer sich auf dem Höhepunkt befindenden Gesellschaft, und berücksichtigt man das gleichzeitige Auftreten der Furchenstichkeramik und den damit verbundenen Bruch im westlichen Karpatenbecken, so hat sich hier möglicherweise ein Prozess abgespielt, der dem kulturellen Wandel am Ende des Baden-Coţofeni-Kulturkomplexes gleichkommt, als der Donau-Karpatenraum ob des Fehlens einer stark ausgebildeten Kultur soweit geschwächt war, dass es letztenendes Eindringlingen von allen Seiten (Glockenbecher, Schnurkeramik, Jamnaja/Katakombnaja, Vučedol) gelang, ins Karpatenbecken vorzustoßen.

In ihrer Blütezeit war die Bodrogkeresztúr-Kultur nicht nur der reichen Metallurgie wegen eine der herausragenden frühmetallzeitlichen Kulturen Europas, die weitreichende Beziehungen in alle Himmelsrichtungen unterhielt und daher ein wichtiges Bindeglied zwischen dem westlichen Karpatenbecken (und damit Mitteleuropa) und den Gebieten südlich und östlich der Karpaten darstellte. Exakte Synchronisationsversuche mit weit entfernten Kulturen wie der Rachmani-Kultur oder der Tripolje-Kultur sind angesichts der Ähnlichkeiten einiger Fundtypen zwar verlockend, verbieten sich jedoch solange, bis die lokale Kultur-Abfolge im Karpatenbecken räumlich, chronologisch und terminologisch zufriedenstellend geklärt ist.

Literatur

Zitierte Literatur

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