Cernavodă III

Der Begriff der

Verbreitung

Die Funde des Typs Cernavoda III sind verbreitet in der Walachei, Bulgarien und Serbien. Im Banat und in Siebenbürgen liegt der Übergangsbereich zur Boleráz-Kultur. Insgesamt ist die Zahl der Fundstellen eher gering, was vor allem in Bulgarien und in der Walachei auf die Tatsache zurückzuführen sein dürfte, dass Cernavoda-III-Funde nicht auf den lange im Fokus der Forschung stehenden Tellsiedlungen zu tätigen sind, sondern im Gegenteil einen Zeithorizont markieren, in dem sich das Leben abseits der großen Siedlungshügel abspielt. In Südost-Bulgarien wurden solche Funde zwar erstmals am Südosthang der Tellsiedlung von Drama-Merdžumekja getätigt (am Übergang zur Kalnica-Aue), in jüngster Zeit wurden beim Bau der Thrakia-Autobahn jedoch gleich vier weitere Fundstellen aufgedeckt, von denen keine in Zusammenhang mit einer Tellsiedlung steht.

Siedlungswesen

Fundgut Das charakteristische Fundgut besteht ausschließlich aus Keramik. Es existieren praktisch keine Stein-, Metall- oder Knochengegenstände, die man sicher als Cernavoda III bezeichnen könnte. Es handelt sich dabei anscheinend auch um kein forschungsgeschichtliches Artefakt: Vielmehr beweisen die Grabungen von Drama sowie die neueren Grabungen in Südostbulgarien, dass der Anteil solcher Gattungen in sicheren CIII-Befunden tatsächlich marginal ist. An Steingeräten konnten in Drama lediglich zwei Silexnuclei, einige Mahlsteine und ein längliches, im Querschnitt rechteckiges Sandsteinobjekt geborgen werden.

Bei der Keramik lässt sich ein