Die LBK Bayerns

In kultureller Hinsicht ist das heutige Bayern mit seinen politischen Grenzen zur Zeit der LBK zweigeteilt. Die LBK Unterfrankens weist deutliche Bezüge der LBK des Rheingebietes auf und wird daher an dieser Stelle nicht berücksichtigt.

Die LBK Niederbayerns, verbreitet entlang der Donau und ihrer Nebenflüsse, ist davon getrennt zu betrachten. Ein erster größerer Überblick über die LBK Niederbayerns stammt aus der Feder R. A. Maiers (Maier 1965), wenn auch hier chronologische Fragen kaum Berücksichtigung fanden. Dies ist bis heute nicht detalliert geschehen. Eine Dissertation K. Reineckes, die eine vier- bis fünfstufige Gliederung vorsah, ist bis heute nicht erschienen, Ergebnisse sind nur summarisch in Vorberichten vorgelegt (Reinecke 1978).

Größere Ausgrabungen in Hienheim, Lkr. Kelheim (Modderman 1986), Alteglofsheim-Köfering, Straubing-Lerchenhaid und Landshut-Sallmannsberg (Brink-Kloke 1992) resultierten in umfangreichen Materialvorlagen und lokal gültigen Chronologien, die jedoch nicht unumstritten sind und auch nicht ohne weiteres auf ganz Niederbayern anwendbar sind. Es steht zu hoffen, dass zwei große, sich derzeit in Arbeit befindliche Dissertationen Klärendes zur zeitlichen Gliederung der LBK Niederbayerns beitragen können (Pechtl in Vorb.; Bükk in Vorb.). Eine kleinere Studie befasst sich mit ältestbandkeramischem Material aus einer Siedlung in Wang, Lkr. Freising (Hillemeyer 2003).


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