Die LBK Österreichs

Wie die LBK Transdanubiens wird auch die LBK Österreichs derzeit nur in drei Stufen untergliedert (zum Folgenden Lenneis 1999). Am besten ist durch großflächige Grabungen in Neckenmarkt und Strögen derzeit wohl die älteste Stufe der LBK erforscht, die auch als Vornotenkopfkeramik bezeichnet wird (Lenneis/Lüning 2001). E. Lenneis fordert hier eine Bezeichnung als “ältere” LBK, weil ihr das Material aus der ergrabenen, doch noch nicht publizierten Siedlung von Brunn am Gebirge ein noch älteres Gepräge aufzuweisen scheint.

Der nächste Abschnitt der LBK-Entwicklung in Österreich wird als Notenkopfkeramik bezeichnet. Möglicherweise könnte diese Stufe noch feiner untergliedert werden, allerdings fehlen hier großflächige Grabungen. Das meiste Material entstammt Rettungsgrabungen und Aufsammlungen.

Neben der “klassischen” Notenkopfkeramik kommt in Niederösterreich auch Keramik der in Westtransdanubien verbreiteten Keszthely-Gruppe vor (Lenneis 2003).

Die späten Entwicklungen der LBK Österreichs äußern sich in Material der Šárka-Gruppe, die vermutlich aus Mähren nach Niederösterreich hereinreicht, und der Želiezovce-Gruppe, wie sie auch in Transdanubien und der Südwestslowakei auftritt.


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