Die LBK der Südwestslowakei

Die LBK der Südwestslowakei wurde durch J. Pavúk 1980 in drei Stufen, teilweise mit Unterstufen, gegliedert. Besondere Aufmerksamkeit widmete er der ältesten Stufe der LBK, die er in vier Abschnitte einteilte und sie nach Hauptfundorten benannte (Nitra, Hurbanovo, Bíňa und Milanovce).

Die jüngere LBK unterteilte er in die Phasen I bis III. Sie entsprechen in etwa dem Notenkopfhorizont Österreichs. In Phase I trete zum ersten Mal Notenkopfzier auf; in Phase II kämen neben anderen Neuerungen in der Verzierung nun Girlanden- und Sparrenmotive sowie S-förmig ineinander greifende Bogenlinien vor. Phase III leite zur nachfolgenden Želiezovce-Gruppe über. Hier träten nun Linienbündel auf, die durch in die Länge gezogene “Notenköpfe” gegliedert sind.

Dieses letztgenannte Verzierungsmerkmal, breite Linienbündel, die durch senkrecht dazu stehende Linien unterteilt sind, ist das Hauptcharakteristikum für die Verzierung der Želiezovce-Gruppe (Pavúk 1969). Sie stellt die letzte Stufe innerhalb der LBK-Entwicklung der Südwestslowakei dar. J. Pavúk untergliederte sie nochmals sehr fein in vier Unterstufen. Die breiten Linienbündel bilden Bogen-, Spiralen-, Wellen-, Sparren- und Winkelmotive. Zur Verzierung der Gefäße wird außerdem gelbe, schwarze und rote Farbe benutzt.

In einer neueren Untersuchung fasste J. Pavúk die vier Unterstufen seiner ersten Phase in zwei zusammen (Bíňa und Milanovce: Pavúk 1996).


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