Die Tiszapolgár-Kultur

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Letzte Änderung: Mai 2007

Die Bezeichnung Tiszapolgár-Kultur für die frühkupferzeitlichen (alle Angaben im ungarischen Chronologiesystem) Funde des östlichen Alfölds geht auf I. Bognár-Kutzian zurück, die die beiden grundlegenden Monographien verfasste (Bognár-Kutzián 1963 und 1972). Sie lehnte sich dabei an Ferenc von Tompa an, der die Begriffe Tiszapolgár I und II in die Forschung einführte, welche jedoch nicht vollständig mit der heutigen Tiszapolgár-Kultur identisch sind (von Tompa 1937, 44). Benannt wurde die Kultur nach den Fundorten in und um Polgár, Hajdú-Bihar Megye, deren bekanntester Vertreter das Gräberfeld von Polgár – “Basatanya” ist.

Verbreitung

Bognár-Kutzián bildete in ihrer Monographie von 1972 vier regionale Gruppen der Tiszapolgár-Kultur. Das Verbreitungsgebiet umfasst die Ostslowakei und die Karpatoukraine (Lúčky-Gruppe), Nordostungarn und das Kreischgebiet, hier vor allem das Berettyótal (Basatanya-Gruppe), sowie den kompletten restlichen Verlauf der Theiß, den die Tiszaug-(Kisrétpart)gruppe (an der Marosmündung) und die Deszkgruppe (südlich davon) okkupieren (Bognár-Kutzián 1972, Beilage 1). Es entspricht damit ungefähr dem Verbreitungsgebiet der vorhergehenden Theiß- (Herpály-, Csőszhalom-) Kultur, zuzüglich einer leichten Ausdehnung nach Süden zu Ungunsten der Vinča-Kultur (Makkay 1991, 326). Die Südgrenze verläuft dementsprechend im Banat, wobei sowohl in Serbien als auch in Rumänien Fundorte existieren (Oprinescu 1981). Im Osten erreicht die Kultur das westlichste Siebenbürgen (Luca 1999, 32; Iercoşan 2002). Unbesiedelt ist das Donau-Theiß-Zwischenstromgebiet. Alle höhergelegenen Gebiete westlich der Theiß werden heute eher der Lengyel-Kultur zugeordnet (Pávuk/Bátora 1995, 132).

Die Fundorte konzentrieren sich in der Nähe von Gewässern, besonders natürlich der Theiß und ihrer Nebenflüsse. Seltener sind Fundorte in Höhenlagen (Bognár-Kutzián 1972, 160). Prinzipiell ist, verglichen mit dem Neolithikum, eine deutliche Zunahme von Fundpunkten zu erkennen, die mit dem aus dem ökonomischen Fortschritt resultierenden Bevölkerungswachstum in Verbindung gebracht wird (Kalicz 1988, 14). In der folgenden Bodrogkeresztúr-Kultur geht die Zahl der Fundpunkte wieder merklich zurück (Pávuk/Bátora 1995, 128 f.).

Totenritual

Gräber bilden die häufigste Quellengattung der Tiszapolgár-Kultur und liefern damit auch einen Großteil der Funde. Ihre Gesamtzahl dürfte sich heute auf etwa 300 belaufen, und sie entstammen meist größeren Flachgräberfeldern, wie sie zum Beispiel in Polgár – “Basatanya” (Bognár-Kutzián 1963), Deszk B (Bognár-Kutzián 1972), Tibava (Šiška 1964) oder Vel´ke Raškovce (Vizdal 1977) erforscht wurden. Besonders ausführlich befasste sich nach den beiden grundlegenden Monographien G. Nevizánsky mit dem Totenritual (Nevizánsky 1984, 263 ff.). Alle von Bognár-Kutzián 1972 publizierten und sicher der Tiszapolgár-Kultur zuzuordnenden Gräber finden sich zusammen mit einigen Neufunden im Grabkatalog. Grundsätzlich sollte man beachten, dass die zum Teil spektakulären Ergebnisse der slowakischen Gräberfeldforschung, vor allem aus Tibava und Vel´ke Raškovce, nicht auf das ganze Gebiet der Tiszapolgár-Kultur übertragen werden können. Bei vielen dort erkannten Aspekten des Totenrituals handelt es sich um lokale Besonderheiten, die bislang nur im Norden des Verbreitungsgebietes nachgewiesen wurden.

Die Bestattungsplätze der Kultur liegen immer in Gewässernähe und meist auf kleinen Erhebungen. Sie erscheinen manchmal in Siedlungszusammenhang, wobei man jedoch in den seltensten Fällen von echten Siedlungsbestattungen sprechen kann (Bognár-Kutzian 1972, 158 f.). Manchmal ist sogar eine stratigraphische Abfolge zu beobachten, wie in Tibava, wo der jüngere Gräberfeldteil sich über die ältere Siedlung hinweg ausdehnt (Nevizánsky 1984, 264), oder in Mágor – “Várhegy”, wo das Gräberfeld nach einem Hiatus unmittelbar auf die neolithischen Siedlungsschichten folgt (Hegedüs/Makkay 1990, 101), so dass man den meisten Fundorten eine klare Trennung zwischen Siedlung und Bestattungsplatz bei unmittelbarer Nachbarschaft attestieren kann.

Bei den meisten Bestattungen handelt es sich um Körperbestattungen mit einem strengen Niederlegungsschema. Wie sowohl anthropologische als auch archäologische Bestimmungsmethoden beweisen, wurden Frauen auf ihrer linken Seite und Männer auf ihrer rechten Seite in sanfter Hocker- oder Rückenhockerstellung und mit dem Kopf nach Osten niedergelegt (siehe dazu auch Derevenski 1997). Abweichungen (W-O, aber auch N-S/S-N) von diesem Schema sind vorhanden und mehren sich in der Peripherie des Verbreitungsgebietes (z.B. in Deszk). Das Gleiche gilt für Brandbestattungen. Sie tauchen lediglich in der Lúčky-Gruppe (z.B. Tibava, Lúčky, Vel´ke Raškovce) auf. Streckerbestattungen, wie sie zum Beispiel in Polgár – “Nagy Kasziba” nachgewiesen wurden, werden als neolithische Traditionen gewertet (Raczky/u.a. 1997, 50). Jedoch lassen sich die linken und rechten Hocker ebenso bis ins Neolithikum zurückverfolgen (z.B. Polgár – “Csőszhalom”). Allgemein sehr selten sind Teilbestattungen (besonders mit Schädeln), symbolische Gräber (3x) und Doppel- oder Mehrfachbestattungen (einziges Beispiel einer Dreifachbestattung: Basatanya, Gr. 35), bei denen es sich immer um gemeinsame Bestattungen von Erwachsenen und Kindern zu handeln scheint. Darüberhinaus tauchen, wie schon im Neolithikum, Bestattungen ganzer Tiere, vor allem von Schafen und Hunden, auf. Sie wurden zwar üblicherweise neben menschlichen, meist männlichen, Leichnamen deponiert, ihre Vollständigkeit und das Vorhandensein alleiniger Tierbestattungen (Vel´ke Raškovce) sprechen jedoch gegen eine Interpretation als reine Fleischbeigabe. Alle Toten wurden in abgerundet rechteckigen oder ovalen Grabgruben beerdigt; in der Ostslowakei konnte diese Unterscheidung sowohl mit „Beigabenreichtum“ (Tibava) als auch mit dem Sterbealter (Vel´ke Raškovce) in Beziehung gesetzt werden. Regelmäßig (ca. 30 mal) wurden Aschestraten auf der Grubensohle oder in der Verfüllung nachgewiesen. Ockerstreuung ist ebenfalls vorhanden.

Die Gräber der Tiszapolgár-Kultur weisen durchschnittlich eine sehr hohe Zahl an Beigaben auf. Beigabenarme oder beigabenlose Gräber sind selten, auch wenn es sich wohl auch hier in erster Linie um regionale Unterschiede handeln dürfte. Des Weiteren scheint jedoch ein Zusammenhang zwischen Beigabenarmut und Sterbealter zu bestehen: So wurden im überdurchschnittlich schwach ausgestatteten Gräberfeld von Hódmezővásárhely-Kotacpart – “Vatatanya” überdurchschnittlich viele Jugendliche bestattet.

Die wichtigste Beigabe stellen die Gefäße dar, und auch hier lässt sich an der, verglichen mit Erwachsenengräbern, geringeren Zahl mitgegebener Gefäße in Kindergräbern ein Zusammenhang zwischen dem Sterbealter und der Beigabensitte verfolgen. Die durchschnittlich meisten Gefäße erscheinen auf den Gräberfeldern der Ostslowakei, und das Maximum liegt bei 37 Gefäßen in Grab 4/55 aus Tibava. Zweithäufigste Beigabenkategorie bilden die Waffen und Geräte. An ihnen lassen sich ebenfalls Unterschiede zwischen Erwachsenen und Minderjährigen erkennen, stammen sie doch nur sehr selten aus Gräbern von Kindern und Jugendlichen, vor allem aber unterstreichen sie die Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Äxte (aus Geweih oder – nur in der Lúčky-Gruppe – aus Kupfer), lange Silexklingen und geschliffene Steingeräte erscheinen nur in Männergräbern. Letztere sind auch ein guter Beleg für die neue Funktion einiger Artefakte als reine Statussymbole. Es existieren sowohl Exemplare ohne jegliche Gebrauchsspuren als auch funktionell unbrauchbare Exemplare aus weichen Gesteinsarten, wie zum Beispiel die Tuffitäxte aus Vel´ke Raškovce, die jedoch zum Teil auch als metallurgische Geräte interpretiert werden (Lichardus-Itten 1980, 282). Auch die kupfernen Schwergeräte werden häufig als reine Machtabzeichen angesehen (Kalicz 1992, 13). Ebenfalls typische Männerbeigaben sind Knochenpfrieme, Wetzsteine und Kratzer. Ganz selten beherbergen die Gräber große Steingeräte (z.B. Mahlsteine) oder Tongeräte (z.B. Webgewichte). Geräte und Waffen werden üblicherweise am Schädel oder an den Armen gefunden, was für eine regelhafte Niederlegung spricht. Ebenso regelhaft ist die Positionierung von Schmuckstücken am Leichnam, die der Tragweise entspricht. Auch hier lässt sich zwischen typischer Männer- (goldene Anhänger) und Frauentracht (Perlen) unterscheiden. Darüber hinaus erscheinen Beigaben mit Amulettcharakter, nämlich in Frauengräbern Kiesel und Tierzähne, und in Männergräbern Schweinekiefer, wobei es sich bei allen um eine neolithische Tradition handelt. Ebenfalls eine solche ist das Ausstreuen von Perlen in der Grabgrube (Raczky/u.a. 1997, 50). Sehr typisch sind außerdem Fleischbeigaben domestizierter und wilder Tiere, wobei am häufigsten Schwein, Schaf und Rind nachgewiesen werden konnten. Eine Besonderheit reicher ostslowakischer Männergräber ist die Mitgabe großer Knollen aus importiertem Silex. Auf ihre hohe soziale Bedeutung hat in einem eigenen Aufsatz Lichardus-Itten hingewiesen (Lichardus-Itten 1980), eine zusätzliche Deutung als zoomorphe Figuren, wie sie Vizdal vorschlägt (Vizdal 1977, 142), erscheint jedoch übertrieben. In die gleiche Gegenstandsgruppe fallen die unbearbeiteten Geweihstücke aus Basatanya.

Das Totenritual der Tiszapolgár-Kultur zeugt von dem gesellschaftlichen Wandel, der zu Beginn der Frühkupferzeit vonstatten geht. Unterschiede zwischen den Bestattungen lassen sich klar erkennen, und zwar sowohl durch ihre Lage auf dem Gräberfeld als auch durch ihre Beigabensitte. Vor allem auf den Gräberfeldern der Slowakei zeichnen sich herausragende Gräber durch ihre zentrale Lage, die Überausstattung an Gefäßen und die Mitgabe von kupfernen Schwergeräten, importiertem Silexrohstoff und “unbrauchbaren” Statussymbolen aus. Dieser außergewöhnliche Reichtum, den die Lúčky-Gruppe auszeichnet, wird gemeinhin begründet durch die, verglichen mit den Fundorten im Alföld, größere Nähe zu den erforderlichen Rohstoffen, aber vor allem zu den Karpatenpässen, denen eine wichtige Vermittlerrolle zwischen den Kulturen des Karpatenbeckens und der ukrainischen Steppengebiete, von denen viele neue Merkmale der Tiszapolgár-Kultur abgeleitet werden, zukommen soll (Lichardus-Itten 1980).

Anthropologisch ist mit Beginn der Tiszapolgár-Kultur ein großer Bruch in der Entwicklung zu verfolgen. Zwar hält sich die neolithische Bevölkerung leptodolichomorphen Typs, die Anwesenheit von Skeletten östlich-cro-magnoiden Typs sorgt jedoch für eine große Heterogenität im Knochenspektrum (Zoffmann 2001, 53). Diese Erkenntnis ist besonders beachtenswert, da das Vorhandensein einer echten östlichen Komponente in der Bevölkerung selbst von den Befürwortern der Steppeneinflussthese nicht für wahrscheinlich gehalten wurde (Kalicz 1988, 14; Lichardus/Lichardus-Itten 1996). Die im Karpatenbecken vorhandenen Kurgangräber vom Typ Decea Mureşului sind zwar nach einhelliger Meinung östlichen Ursprungs, sie können jedoch, auch wenn sie meist als frühkupferzeitlich angesprochen werden, nicht klar einer Zeitstufe oder einer Kultur zugeordnet werden (Horváth 1994, 101).

Das Totenritual ist klar verwurzelt in der spätneolithischen Theiß-Kultur. Viele Elemente finden sich bereits im Neolithikum wieder (Lage der Gräberfelder, Hocker und vereinzelte Strecker, Geschlechterlage, Kiesel, Schweinekiefer, Tierbestattungen, ...) und die einzige echte Neuerung ist die beginnende soziale Differenzierung. Die folgende Bodrogkeresztúr-Kultur setzt das Tiszapolgár-Totenritual mit kleinen Änderungen kontinuierlich fort, und häufig bestattet man sogar an der gleichen Stelle (Tasić 1995, 20).

Siedlungswesen

Die, verglichen mit den Gräbern, schlecht erforschten Siedlungen liegen, wie alle Fundorte, meist in unmittelbarer Flussnähe, häufig auf kleinen Erhebungen direkt in den Überschwemmungsgebieten. Siedlungen in Höhenlagen sind selten (z.B. Hrčeľ, Šiška 1968, 161), und sie werden mit der Versorgung der in der Tiefebene fehlenden Rohstoffe (Stein, Salz, Metall) in Verbindung gebracht (Bognár-Kutzián 1972, 161).

Bei allen Siedlungen der eigentlichen Tiszapolgár-Kultur handelt es sich um unbefestigte Flachsiedlungen. Bereits in der Proto-Tiszapolgár-Periode zwischen Spätneolithikum und Kupferzeit (siehe Chronologie und Beziehungen) endet die Besiedlung auf den meisten großen neolithischen Tellsiedlungen, auch wenn die Funde dieser Zeit auf den meisten Tells noch nachgewiesen wurden (Makkay 1991, 325). Bei manchen Grabungen konnte aber sogar ein fossiler Humushorizont zwischen den neolithischen und jüngeren Schichten nachgewiesen werden (z.B. Mágor – “Várhegy” (Hegedüs/Makkay 1990, 101)). Die Gründe für das Offenlassen der Siedlungshügel werden im ökonomischen und ökologischen Bereich gesucht, denn für die meisten Siedlungen kann man aufgrund fehlender Zerstörungsschichten ein gewaltsames Ende wohl ausschließen (Makkay 1991, 325). Ebenso auszuschließen ist jedoch ein völliges Meiden der Tellsiedlungen in der frühen und mittleren Kupferzeit. Es gibt sehr wohl Siedlungshügel, die in der Tiszapolgár- und Bodrogkeresztúr-Kultur in irgendeiner Form genutzt wurden, so zum Beispiel Uivar – “Gomilă” oder Mágor – “Várhegy”. Ferner existieren Fundorte, die eine kontinuierliche Belegung vom späten Neolithikum bis in die Kupferzeit aufweisen (z.B. Oborín (Šiška 1968, 157)). Das Wirtschaftswesen steht direkt mit der geographischen Lage der Siedlungen in Verbindung. In der Tiefebene sind metallurgische Funde sehr selten und sie erscheinen primär in den höhergelegenen Regionen der Lúčky-Gruppe und vor allem erst in der eigentlichen Tiszapolgár-Kultur (Bognár-Kutzián 1972, 164). Neuere Funde zeigen aber das Vorhandensein metallurgischer Objekte schon in der Proto-Tiszapolgár-Stufe und auch außerhalb der Lúčky-Gruppe (Schmelztiegel von Herpály: Kalicz 1992, 13), was angesichts der Existenz von Kupferfunden im spätesten Neolithikum nicht weiter verwundert.

Die große Anzahl von Tierknochen zeugt von der zunehmenden Bedeutung der Viehzucht und an domestizierten Tieren sind Rind, Schwein, Schaf/Ziege, Hund und Pferd nachgewiesen. Die Domestikation des Letzteren ist ein wichtiger Faktor bei der Entstehung der Kupferzeit, und die Pferdeknochen liefern zudem wertvolle Hinweise auf Fernbeziehungen, gehören sie doch alle zur Rasse der kleinen Steppenpferde (Bökönyi 1974, 230 ff.). Die Tiere werden nun nicht mehr nur als Nahrungslieferanten, sondern auch als Arbeitstiere genutzt. Vervollständigt wird das Knochenspektrum in den Siedlungen durch zahlreiche Wildtiere, vornehmlich Auerochse, Rotwild, Schwarzwild, seltener Vögel, Schildkröten, Muscheln, Schnecken und – wie bei allen Kulturen des Alfölds – Fisch. Die Bandbreite der in den Siedlungen gefundenen Tierknochen unterscheidet sich kaum von der der Grabfunde (Bognár-Kutzián 1972, 162 ff.). Botanische Untersuchungen wurden zwar punktuell durchgeführt (z.B. in Uivar), verallgemeinern lassen sich die Ergebnisse jedoch nicht.

Sieht man von den oben genannten Bestattungen und Knochenteilen aus Siedlungszusammenhang ab, fehlen Hinweise auf kultische Handlungen innerhalb der Siedlungen gänzlich (ebd.). Die Häuser bestehen aus einfachen rechteckigen Pfostenkonstruktionen. Dementsprechende Hausgrundrisse sind zum Beispiel aus Kenderes – “Kulis” und Kenderes – “Telekhalom” bekannt (Bognár-Kutzián 1972, 164 ff.), oder aus Tibava (Šiška 1968, 137 Abb. 33). Sie finden sich bereits in der Proto-Tiszapolgár-Phase (Lúčky – “Viničky” (Šiška 1968, 136 Abb. 32)) und ebenso in der folgenden Bodrogkeresztúr-Kultur.

Fundgut

Die Keramik bildet die wichtigste Gruppe des Tiszapolgárfundguts. Sie wurde von Bognár-Kutzian typologisch in 16 Gattungen gegliedert (Bognár-Kutzian 1972, 118), deren wichtigste und markanteste Vertreter die Gefäße mit Hohlfuß darstellen, welcher glockenförmig, konisch oder mit polygonalem Querschnitt ausgebildet sein kann und häufig eine große Durchbohrung aufweist. Generell stehen die meisten Gefäße in der Tradition des Neolithikums, das heißt der vorangehenden Theiß- (Csőszhalom-, Herpály-) Kultur (Vizdal 1977, 138 ff.). Die Keramik unterscheidet sich jedoch von der neolithischen Tonware durch den drastischen Rückgang der Verzierung. Lediglich in der Tiszauggruppe existieren noch geritzte und weiß inkrustierte Muster im Stile der Theiß-Kultur, aber auch der folgenden Bodrogkeresztúr-Kultur, wo sie aber ebenfalls sehr selten sind. Die Bemalung verschwindet nicht, wie früher angenommen, vollständig, sondern erscheint zumindest noch in der Proto-Tiszapolgár-Stufe (Vizdal 1977, 142). Die meisten Ornamente werden nun von einfachen Knubben gebildet, die nur in seltenen Fällen in größeren Gruppen auftreten. Ganz selten sind geritze Symbole, deren anthropomorphe Deutung auf tönernen Füßen steht (ebd.). Die Keramik ist mit Sand und Steinchen gemagert und in der Regel moderat bis schwach gebrannt, wobei viele Gefäße ungleichmäßig gebrannt zu sein scheinen. Die Siedlungskeramik ist durchschnittlich etwas besser gebrannt, was auch den Grund für ihre etwas hellere Farbe im Vergleich zur Grabkeramik darstellt (Bognár-Kutzian 1972, 134 f.). Die Keramik der Tiszapolgár-Kultur geht nahtlos in die Keramik der Bodrogkeresztúr-Kultur über. Zwar erscheinen dort zwei wichtige neue Gefäßtypen (Milchtopf und Doppelhenkelgefäß), dennoch ähneln gerade die älteren Bodrogkeresztúr-Gefäße ihren Tiszapolgár-Vorläufern noch sehr stark (R. Patay 2002, 360).

Der am Rückgang der Gefäßornamentik zu verfolgende Wandel in der Vorstellungswelt äußert sich noch stärker am vollständigen Fehlen der für die Theiß-Kultur so typischen plastischen Darstellungen. Sie halten sich vereinzelt bis in die Proto-Tiszapolgár-Phase (Šiška 1968, 156), verschwinden dann aber gänzlich. Zwar sollte man beachten, dass Plastiken meist in Siedlungen gefunden werden, und gerade diese in der Tiszapolgár-Kultur schlecht erforscht sind, aber dies kann nicht der einzige Grund sein, warum bislang keine einzige Tiszapolgár-Plastik entdeckt wurde (Patay 1989, 34).

Waffen und Geräte wurden aus Stein, Knochen, Geweih oder Kupfer hergestellt (Bognár-Kutzián 1972, 135 ff.). Bei den Kupfergeräten handelt es sich um Meißel und Messer, meist aber um Äxte, welche zwar nur im Norden des Verbreitungsgebietes auftauchen, aber einen der Leitfunde der frühen Kupferzeit repräsentieren. Weitere Äxte wurden aus Geweih hergestellt. Die Steingeräte werden getrennt in geschliffene und gespaltene Formen. Zu ersteren zählen Flachbeile, Hämmer, Keulen, Keile und Wetzsteine, und sie wurden nicht immer gemäß ihrer eigentlichen Funktion verwendet (s.o.). Die gespaltenen Steinobjekte wurden aus lokalem Obsidian, die qualitativ hochwertigen Stücke vor allem aber aus hochwertigem importiertem Silex hergestellt. Die Herkunft dieses Feuersteins ist im Osten zu suchen, und er wurde mehrfach als wolhynisch bestimmt (Lichardus-Itten 1980; Csongrádiné Balogh 2000, 65). Typologisch unterscheidet man vor allem Messer (mit wesentlich längeren Klingen als im Neolithikum) und Kratzer. Bemerkenswert ist das Fehlen echter Pfeilspitzen. Unser Wissen um schwere Steingeräte wie z.B. Mahlsteine ist begrenzt, da die wenigsten Funde der Kultur aus Siedlungen stammen. Ferner sind einfache Knochenwerkzeuge wie Pfrieme und Ahlen, sowie Tongewichte zu nennen. Auch in Gräbern wurde im Übrigen regelmäßig Silex- und Geweihrohmaterial gefunden.

Das entscheidende Merkmal der Schmucktracht der Tiszapolgár-Kultur sind die neuen, aus Südosten stammenden, goldenen ring- oder scheibenförmigen Anhänger. Sie werden häufig als anthropomorphe Darstellungen angesprochen (Virág 2003, 130). Die Schmuckpalette umfasst des Weiteren Kupferarmringe und Kupferringe, sowie Perlen aus Kalkstein, seltener aus Spondylus, Kupfer oder Ton. Eher in den Bereich der Amulette fallen Tierzähne, Kiesel und Schweinekiefer.

Die Zahl der Metallfunde nimmt mit dem Beginn der Kupferzeit deutlich zu. Zwar gibt es bereits im Spätneolithikum Kupfer in Form von gehämmertem Schmuck (Kupferhorizont 1 nach Kalicz 1992, 13), doch schon im Proto-Tiszapolgár-Horizont erscheinen gegossene Gegenstände, welche sich in der Frühkupferzeit rasch vermehren. Neue Formen sind kupferne Schwergeräte und Artefakte aus Gold, die die Tiszapolgár-Kultur als Teil des südosteuropäischen Metallkreises kennzeichnen. Der Kupferrohstoff wurde aus lokalen Vorkommen gewonnen (Virág 2003, 130). Das gilt auch für das Gold, dessen Herkunft mit großer Sicherheit in Siebenbürgen zu suchen sein dürfte. Goldfunde tauchen erst ab der jüngeren Stufe der Kultur auf (Makkay 1996, 38).

Besonders die schweren Kupferartefakte, als auch Gold, Steingeräte und Rohmaterial finden sich regelmäßig in Hortfunden, so z.B. in Hencida, Szeged-Szillér, Nyírlugos, Kálló oder Kladovo (Überblick in Lichardus-Itten 1991). Ihre zeitliche und kulturelle Zuordnung in die Tiszapolgár-Kultur ist jedoch zum Teil umstritten.

Chronologie und Beziehungen

Die Tiszapolgár-Kultur gehört chronologisch in die Frühkupferzeit, und sie folgt im größten Teil ihres Verbreitungsgebietes auf die Theiß-Herpály-Csőszhalom-Kultur. Sie erweitert deren Verbreitungsraum durch Vorstöße nach Süden und Osten, wo sie auf die Vinča- beziehungsweise Petreşti-Kultur folgt. In der folgenden Mittelkupferzeit geht die Entwicklung auch räumlich nahtlos zur Bodrogkeresztúr-Kultur über. Da die Tiszapolgár-Kultur erst recht spät definiert wurde, unterliegt diese prinzipielle Einordnung keinem Zweifel. Untermauert wird die zeitliche Abfolge durch zahlreiche Vertikalstratigraphien, wie z.B. in Magór – “Várhegy” (Hegedüs/Makkay 1990), Székely – “Zöldtelek” (Kalicz 1958, 3), Crna Bara (Tasić 1995, 22), Uivar – “Gomilă” (Schier 2005) oder in der Cauce-Höhle (Luca/Roman/Diaconescu 2004), sowie durch Horizontalstratigraphien, z.B. in Polgár – “Basatanya” (Bognár-Kutzian 1963). Wegen ihrer hohen Ähnlichkeit fasste die slowakische Forschung die Kulturen Herpály, Tiszapolgár, Bodrogkeresztúr und Lažňany zu einer sich kontinuierlich entwickelnden “Polgár-Kultur” zusammen (Šiška 1968, 162; Nevizánsky 1984). Die gleiche fortlaufende Entwicklung betont N. Tasić (Tasić 1995, 21). Zwar ist diese Zusammenstellung angesichts der Entwicklungsbrüche zwischen Theiß und Tiszapolgár sowie zwischen Bodrogkeresztúr und Lažňany wohl etwas großzügig, zumindest für Tiszapolgár und Bodrogkeresztúr ist eine fortlaufende Entwicklung ohne entscheidende Unterbrechungen aber sicher festzuhalten. Dafür sprechen die deutliche Kontinuität im Siedlungswesen, Totenritual und Fundgut.

I. Bognár-Kutzian gliederte in ihrer Monographie von 1972 die Tiszapolgár-Kultur in zwei Phasen (A und B), sie gab allerdings schon selbst zu bedenken, dass die Phase B die eigentliche Tiszapolgár-Kultur sei. Die Phase A stellt sie als kurze Periode zwischen dem Ende der Tellsiedlungen und der Phase B dar. In letzterer verschwinden die neolithischen Traditionen, das Verbreitungsgebiet vergrößert sich, es erscheinen die Gold- und schweren Kupferartefakte (Bognár-Kutzián 1972, 189 ff.).

An einer Übergangsphase zwischen der Theiß-Herpály-Csőszhalom-Kultur und der Tiszapolgár-Kultur, das heißt zwischen Neolithikum und Kupferzeit, zweifelt in der Forschung niemand (Kalicz 1991, 349). Für diesen Zeitabschnitt hat sich der auf Šiška zurückgehende Begriff Proto-Tiszapolgár durchgesetzt, und er ist mit Bognár-Kutziáns Phase A identisch (Kalicz/Raczky 1990, 139). In Tibava konnte er horizontalstratigraphisch von der eigentlichen Tiszapolgár-Kultur getrennt werden (Lichardus/Lichardus-Itten 1996, 172). Eine saubere materielle Abgrenzung von spätestem Theiß, Proto-Tiszapolgár und Tiszapolgár steht jedoch aus, und es verwundert daher nicht weiter, dass sich die Autoren bei der zeitlichen Festlegung verschiedener Aspekte wie dem Verschwinden der Bemalung oder dem Ende der Tellsiedlungen regelmäßig widersprechen. Da auch die eigentliche Tiszapolgár-Kultur häufig noch in eine ältere und jüngere Phase unterschieden wird (z.B. in “a” und “b” bei Šiška 1968, 162), ist die Terminologie immer noch sehr verschwommen.

Die Proto-Tiszapolgár-Phase entspricht zeitlich der Übergangsphase Topol´čany-Szob zwischen Lengyel III und IV (Lichardus/Vladár 2003, 196), Tiszapolgár dementsprechend Lengyel IV (nach Lichardus / Vladár), das heißt Brodžany-Nitra (Pávuk/Bátora 1995, 128). A. Točik betonte den starken Einfluss, den Tiszapolgár auf die Lengyel-Kultur ausübte, welche aus Osten die Metallurgie und die Feuersteintechnologie übernommen habe. Die Entwicklung der Lengyel-Kultur verlaufe zudem langsamer (Točik 1991, 314). Keramische typologische Ähnlichkeiten mit Lengyel wurden auch von Šiška betont, und ebenso mit Cucuteni-Tripolje. Er sieht die Kultur als wichtigen Vermittler zwischen den osteuropäischen Kulturen und dem Lengyelkomplex (Šiška 1968, 162 f.). Im Süden wird Tiszapolgár vor allem mit Sălcuţa (Krivodol, Bubanj Hum) synchronisiert, wobei die genaue Synchronisierung mit den einzelnen Sălcuţa-Stufen von Autor zu Autor schwankt (Lazarovici 1981; Roman 1995, 18). Weiterhin zum Teil gleichzeitig ist die Kultur aber noch mit Vinča D, wo der Hort von Pločnik den Beginn der schweren Kupfermetallurgie markiert, der jedoch zeitlich wohl noch vor der Tiszapolgár-Kultur anzusiedeln ist (Kalicz 1991, 349 f.). Wegen einiger typischer Objekte wie den goldenen Anhängern oder den langen Silexklingen wird sie zudem häufig mit dem quasi gleichzeitigen Kodžadermen-Gumelniţa-Karanovo-VI-Varna-Komplex verglichen, wo auch die Metallurgie ihren Ursprung haben soll (Šiška 1968, 162). Kalicz ordnet die Kultur seinem Metallhorizont 2 zu, gekennzeichnet durch das Einsetzen der Schwergeräte und einen metallurgischen „Boom“ (Kalicz 1992, 13; ders. 2002, 388).

Absolutchronologisch ist die Tiszapolgár-Kultur um 4500/4400 - 4000 v. Chr. einzuordnen (ebd.).

Die Kupferzeit wurzelt im östlichen Karpatenbecken einerseits zweifelsohne in der lokalen neolithischen Grundlage, zu erkennen an der Weiterführung des Totenrituales und typologischen Fortentwicklung der meisten Gefäßformen (Tasić 1995, 19 f.). Neue Bevölkerungselemente werden von fast allen Autoren abgelehnt. Die Tiszapolgár-Kultur sei der direkte ethnische Nachfolger der Theißkultur (Makkay 1991, 324). Andererseits findet am Ende des Neolithikums ein deutlich nachzuvollziehender Bruch in der Entwicklung statt. Als wichtigstes Kennzeichen wird hier stets das Ende der Tellsiedlungen betont. Eine veränderte Siedlungsweise muss aber kein Ausdruck eines kulturellen Wandels sein, sondern kann klimatische oder wirtschaftliche Gründe haben. Viel wichtiger scheinen hingegen das Verschwinden der Verzierungen und der Plastik zu sein, was nämlich von einem Wandel in der Vorstellungswelt zeugt, und dabei spielt es keine Rolle, ob man die Verzierungen als reinen Schmuck interpretiert oder ihnen eine tiefere Bedeutung zumisst.

Es muss – bei aller Kontinuität – einen deutlichen Anstoß von außen gegeben haben, um solche Änderungen zu bewirken. Wegen der klaren typologischen Ähnlichkeit der neu erscheinenden Artefakte (goldene Anhänger, kupferne Schwergeräte, lange Silexklingen) mit Stücken vom Balkan und aus dem pontischen Raum, und der Anwesenheit typisch pontischer Hügelgräber mit Streckerbestattungen im östlichen Karpatenbecken wie in Decea Mureşului oder Csongrád, kann die Herkunft dieses Anstoßes mit ziemlicher Sicherheit dort gesucht werden (Roman 1995, 18; Tasić 1995, 23 f.). Zudem gibt es genug nichtarchäologische Untersuchungen, die einen östlichen Einfluss untermauern: Der nachweislich importierte Silexrohstoff, die Steppenpferderasse und, vor allem, die deutliche Anwesenheit einer östlichen Komponente im Skelettmaterial. Zwar herrscht in der Frage der genauen Datierung der großen Änderungen in der Forschung keine vollständige Einigkeit, und die Beziehungen zu den Hügelgräbern vom Decea-Mureşului-Typ sind aufgrund ihrer fehlenden Einbindung in lokale Fundkomplexe und ihres feinchronologisch nicht sehr aussagekräftiges Inventares nicht eindeutig zu belegen, man muss aber davon ausgehen, dass alle diese Prozesse bereits im ausgehenden Neolithikum begonnen haben (siehe dazu vor allem Lichardus/Lichardus-Itten 1996), und die Tiszapolgár-Kultur ist bereits das Produkt dieses Umwandlungsprozesses.

Allen regionalen Unterschieden zum Trotz markiert die Tiszapolgár-Kultur einen entscheidenden Entwicklungssprung hin zur stratifizierten Gesellschaft, bedingt durch den wirtschaftlichen Aufschwung und den Aufbau überregionaler Kontakte. Allerdings ist dieser Prozess zwar in Gang gesetzt, aber keineswegs abgeschlossen. Die geringe Ausstattung von Kindergräbern zeugt, wie das undifferenzierte Siedlungswesen (keine Befestigungen, keine “Zentren”), von den immer noch starken neolithischen Traditionen, wo Status nicht vererbbar war, sondern nur durch Leistung zu erwerben.

Sie stellt zudem ein entscheidendes Bindeglied zwischen den kupferzeitlichen Kulturen des Pontikums und Balkans und Mitteleuropa dar, da sie unmittelbar an erstere angrenzt und deren Errungenschaften durch die Vorteile, die das Karpatenbecken bietet, optimal übernehmen kann.

Literatur

Zitierte Literatur

I. Bognár-Kutzián, The Copper Age Cemetery of Tiszapolgár-Basatanya. Archaeologia Hungarica 42 (Budapest 1963).

I. Bognár-Kutzián, The Early Copper Age Tiszapolgár Culture in the Carpathian Basin. Archaeologia Hungarica 48 (Budapest 1972).

S. Bökönyi, History of Domestic Mammals in Central and Eastern Europe (Budapest 1974).

E. Csongrádiné Balogh, Rézkori pattintott kőeszközök a Magyar Nemzeti Múzeumban. Commun. Arch. Hungariae 2000, 49-66.

J. S. Derevenski, Age and gender at the site of Tiszapolgár-Basatanya, Hungary. Antiquity 71, Nr. 274, 1997, 875-889.

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Weiterführende Literatur

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